Voßpalais
In unmittelbarer Nähe zum Leipziger Platz befindet sich einer der wenigen Altbauten in der historischen Friedrichsstadt: das Voßpalais. Es ist das einzige noch erhaltene Vorkriegsgebäude in der Voßstraße. Das Gründerzeitpalais mit roter Sandsteinfassade soll zukünftig auf 4.500 m2 Wohnen und Büronutzung ermöglichen.
Die Voßstraße verläuft parallel zur Leipziger Straße im alten Regierungsviertel an der Wilhelmstraße. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich beispielsweise die Botschaft Singapurs, eine Vorratsfläche der Bundesregierung sowie die Geschäftstandorte des Verbands Gesamtmetall und der Wirtschaftsanwälte Taylor Wessing.
Erbaut wurde das Voßpalais in den Jahren 1884-86 vom Architekten Wilhelm Böckermann, der es in den Folgejahren als Wohnhaus nutzte – die monumentale Fassade mit ihrem Wechsel von Renaissance- und Barockformen zeugt noch heute von der architektonischen Qualität eines gehobenen Wohnhauses aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Um- und Ausbau 1934-35 diente es der Deutschen Reichsbahn bis zur Wende 1989 als Verwaltungsgebäude.
Für die Revitalisierung des Gebäudes wird derzeit gemeinsam mit renommierten Architekten ein Konzept entwickelt. Der Charakter der Gründerzeitarchitektur mit gut erhaltenen historischen Ausstattungsmerkmalen soll durch verantwortungsvollen Ausbau der sechs Etagen erhalten und durch moderne Ergänzungen unterstrichen werden.
Ein Bestandsbau in dieser Lage ist eine absolute Rarität. Ich freue mich darauf, dieses architektonische Juwel gemeinsam mit den Architekten neu zum Leben zu erwecken und es zu einem erstklassigen Wohn- und Businessstandort zu entwickeln.
, so Marc F. Kimmich, Gründer und Geschäftsführer vom Projektentwickler COPRO, der den Ankauf des Gebäudes als Glücksfall sieht.
COPRO beabsichtigt, das Objekt langfristig zu entwickeln und im Portfolio zu behalten. Zuvor hatte COPRO bereits in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Barkow Leibinger die ehemalige Therbusch´sche Ressource am Monbijou-Park revitalisiert, die heute nach der Fertigstellung in 2008 voll vermietet ist und unter anderem als Berliner Repräsentanz der international renommierten Galerie Sprüth Magers dient.
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Autor: Fabio Bacigalupo
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